Google schockt seine Gmail-Nutzer mit einer unangenehmen Neuerung: Ab 2026 fallen die Funktionen Gmailify und POP3 weg, die den reibungslosen Empfang von E-Mails Dritter ermöglicht haben.
Was sind Gmailify und POP3?
Gmailify war eine praktische Funktion, die es Gmail-Nutzern erlaubte, E-Mail-Accounts von Drittanbietern wie Yahoo oder Outlook direkt in Gmail zu integrieren. Ohne komplizierte Weiterleitungen konnten Nutzer ihre Mails nahtlos abrufen und verwalten. POP3, das Post Office Protocol Version 3, ist ein älteres Protokoll zum Herunterladen von E-Mails auf ein Gerät. Es wurde oft genutzt, um Mails von externen Servern in Gmail zu importieren.
Warum schaltet Google diese Funktionen ab?
Google begründet den Schritt mit der Modernisierung seiner Dienste. POP3 gilt als veraltet und unsicher im Vergleich zu neueren Protokollen wie IMAP. Gmailify wird eingestellt, um den Fokus auf Googles eigene Ökosysteme zu legen. Ab 2026 werden diese Features nicht mehr unterstützt, was Millionen von Nutzern betrifft, die auf Drittanbieter angewiesen sind.
Auswirkungen auf die Nutzer
Viele Nutzer werden feststellen, dass sie plötzlich keine E-Mails mehr von externen Accounts in Gmail empfangen können. Das betrifft vor allem diejenigen, die mehrere E-Mail-Adressen zentral verwalten. Ohne Vorbereitung könnte es zu Datenverlusten oder Unterbrechungen kommen.
Das musst du jetzt tun
Um weiterhin E-Mails abrufen zu können, solltest du auf Alternativen umsteigen. Die empfohlene Lösung ist das IMAP-Protokoll, das bidirektionale Synchronisation erlaubt. Gehe in deine Gmail-Einstellungen, wähle 'Accounts und Import' und richte IMAP für deine Drittanbieter-Accounts ein. Für Gmailify-Nutzer: Exportiere deine Daten und integriere die Accounts manuell über Weiterleitung oder einen anderen E-Mail-Client.
Schritt-für-Schritt: Logge dich in Gmail ein, gehe zu den Einstellungen, klicke auf 'Alle Einstellungen anzeigen' und navigiere zu 'Accounts und Import'. Dort kannst du neue Accounts hinzufügen und POP3 durch IMAP ersetzen. Vergiss nicht, die Servereinstellungen deines Drittanbieters zu überprüfen, wie IMAP-Servername und Port (meist 993 für SSL).
Weitere Alternativen
Falls IMAP nicht ausreicht, probiere E-Mail-Clients wie Outlook oder Thunderbird, die POP3 noch unterstützen. Oder wechsle komplett zu einem anderen Provider, der flexiblere Integrationen bietet. Google empfiehlt auch die Nutzung von Google Workspace für professionelle Anwender.
Fazit
Google macht mal wieder, was es will – und wir Nutzer tanzen nach seiner Pfeife. Wenn du nicht bis 2026 im E-Mail-Chaos versinken willst, fang besser jetzt an umzustellen. Sonst landest du wie ein Relikt aus der Steinzeit mit deinem alten POP3, während der Rest der Welt synchronisiert voranschreitet. Prost auf die Moderne!
