• Saturday, November 22, 2025

Schlechte Usability ist ein uraltes Problem in der Technikwelt, doch statt Fortschritt zu machen, scheint es in letzter Zeit eher schlimmer zu werden.

Das Problem der schlechten Usability

Usability beschreibt, wie einfach und intuitiv eine Benutzeroberfläche zu bedienen ist. Idealerweise sollte sie das Leben des Benutzers erleichtern, indem sie Aufgaben effizient und ohne Frustration ermöglicht. Doch oft ist das Gegenteil der Fall: Komplizierte Menüs, unlogische Navigationen und überladene Designs machen den Alltag unnötig schwer. Experten beobachten, dass dieses Problem nicht abnimmt, sondern zunimmt, trotz fortschrittlicher Technologien.

Beispiele aus dem Alltag

Nehmen wir Smartphones: Früher waren Bedienoberflächen übersichtlich, heute quellen Apps über vor Funktionen, die niemand braucht. Ein klassisches Beispiel ist die Fernbedienung eines Smart-TVs – Dutzende Knöpfe, aber der gewünschte Kanal bleibt verborgen. Oder Online-Shops, wo der Checkout-Prozess durch endlose Formulare und Pop-ups zur Qual wird. Solche Interfaces kosten Zeit und Nerven, und der Benutzer fragt sich: Warum nicht einfacher?

Warum es sich verschlechtert

Ein Grund ist der Druck auf Entwickler, immer mehr Features einzubauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Firmen priorisieren Quantität über Qualität. Zudem fehlt oft der Input von echten Benutzern in der Designphase. Statt nutzerzentriert zu denken, orientieren sich Designer an Trends wie Minimalismus, der in der Praxis maximal verwirrend wirkt. Hinzu kommt die Komplexität moderner Systeme, die Usability opfert.

Eine Lösung vorschlagen

Die Lösung liegt in einem nutzerzentrierten Designansatz. Unternehmen sollten Usability-Tests durchführen, Feedback einholen und iterative Verbesserungen vornehmen. Tools wie A/B-Testing helfen, was wirklich funktioniert. Wichtig ist auch Schulung: Designer müssen lernen, dass weniger oft mehr ist. Mit Fokus auf Einfachheit können Interfaces wieder zum Helfer werden, statt zum Hindernis.

Fazit

Wenn Interfaces weiterhin so kompliziert bleiben, werden wir bald alle mit einem Hammer auf unsere Geräte einschlagen – und das nicht aus Frust, sondern weil der 'Reset'-Knopf irgendwo im Nirwana versteckt ist. Zeit für Designer, aus dem Elfenbeinturm zu klettern und mal wieder wie normale Menschen zu denken!