• Saturday, November 29, 2025

Vitamin D ist weit mehr als nur ein Helfer für starke Knochen – es könnte auch das Krebsrisiko beeinflussen. Die Molekularbiologin Hanna Heikenwälder klärt auf, was die Wissenschaft dazu sagt.

Die Bedeutung von Vitamin D für den Körper

Vitamin D wird oft als Sonnenvitamin bezeichnet, da der Körper es hauptsächlich durch Sonnenlicht produziert. Es sorgt nicht nur für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat, die für gesunde Knochen unerlässlich sind, sondern beeinflusst auch das Immunsystem und die Zellteilung. Forscher haben festgestellt, dass ein Mangel an Vitamin D mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung stehen kann, darunter auch Krebs.

Einfluss auf das Krebsrisiko

Studien deuten darauf hin, dass ausreichend Vitamin D das Risiko für bestimmte Krebsarten senken könnte. Hanna Heikenwälder erklärt, dass Vitamin D die Zellproliferation hemmt und entzündliche Prozesse dämpft, was die Entstehung von Tumoren erschweren könnte. Besonders bei Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs gibt es Hinweise auf einen schützenden Effekt. Dennoch betont sie, dass dies kein Garantiemittel ist – genetische Faktoren und Lebensstil spielen eine ebenso große Rolle.

Warum Vitamin D kein Allheilmittel ist

Trotz positiver Effekte warnt Heikenwälder vor übertriebenen Erwartungen. Viele Studien sind Beobachtungsstudien, die keinen kausalen Zusammenhang beweisen. Ein Überschuss an Vitamin D kann sogar schädlich sein und zu Hyperkalzämie führen. Es ist wichtig, den Vitamin-D-Spiegel durch Bluttests zu überprüfen und bei Bedarf Supplements unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen. Sie rät, natürliche Quellen wie fettreichen Fisch oder angemessene Sonnenexposition zu bevorzugen.

Aktuelle Forschung und Empfehlungen

Die Wissenschaftlerin hebt hervor, dass laufende Forschungen den genauen Mechanismus untersuchen, wie Vitamin D auf molekularer Ebene wirkt. Institutionen wie die Deutsche Krebshilfe empfehlen einen täglichen Bedarf von 20 Mikrogramm für Erwachsene, der durch Ernährung und Sonne gedeckt werden sollte. In Zeiten von Homeoffice und weniger Outdoor-Aktivitäten ist ein Mangel jedoch weit verbreitet, was die Diskussion um Vitamin D und Krebs weiter anheizt.

Fazit: Sonne tanken, aber nicht übertreiben

Wenn Vitamin D Krebs besiegen könnte, wären wir alle braungebrannte Superhelden – leider ist es nicht so einfach. Also raus in die Sonne, aber vergiss die Sonnencreme nicht, sonst riskierst du am Ende mehr als du gewinnst!